BURNOUT
Burnout
ist eine körperliche und emotionale Erschöpfung aufgrund dauernder Anspannung
und Anstrengung, ständiger sozialer Begegnungen, täglichen Stresses. Die
Wirkungen von Burnout sind dann besonders tiefgreifend, wenn aufreibende Arbeit
und dauernde Belastung von wenig Anerkennung und mitmenschlicher Unterstützung
begleitet wird.
Für
Burnout - Symptome Nach und nach geht die Freude an der Arbeit verloren, das Wochenende ist bereits von Gedanken an den Montag überschattet. Es beginnt der Rückzug ins Privatleben, der jedoch den ablaufenden Burnout - Prozess nicht mehr aufhalten kann. Dies ist der Beginn eines Teufelskreises. Auf der körperlichen Ebene erhöht die schnelle Erschöpfbarkeit die Krankheitsanfälligkeit, gleichzeitig zeigen sich auf der seelischen Seite Nervosität, Ungeduld und Reizbarkeit, die sich negativ auf das Privatleben als letztem Halt auswirken.
Häufig
führen jedoch auch mögliche Schwierigkeiten im Privatleben wie Trennung,
Scheidung, Probleme mit den Kindern u.a. zur Verstärkung der Burnout - Symptomatik. Im weiteren Verlauf kommt es zu schweren
Depressionen
mit Schuldgefühlen („ich bin ungeeignet“) oder aber auch zu
Schuldzuweisungen an andere, gefolgt von mittlerweile
chronischer Gereiztheit und Wutausbrüchen und einem tiefen Misstrauen
gegen die Umwelt. Bei Burnout ist ein Leistungsabfall oft nicht aufzuhalten, die Motivation erlischt, es gibt keine innovativen
Impulse mehr. Menschen, die sich anfangs sehr für ihre Arbeit engagiert haben,
werden nun gleichgültig, gleichgültig
aber auch gegenüber ihren Partnern, Familien und Freunden. Eine existentielle
Verzweiflung mit negativer Einstellung und
Hoffnungslosigkeit durchzieht schließlich
das ganze Leben. Wo liegen die Ursachen für den Burnout?
Bei
wem liegt die Schuld, beim Einzelnen oder bei den Lebensumständen? Besser geht
man von einem gefährdeten Menschen in einer gefährdenden Umwelt aus. Und gefährdet
sein, einen Burnout zu erleiden, kann auch
ein sehr widerstandsfähiger Mensch.
Trotzdem
gibt es Eigenschaften, die zu Burnout prädestinieren, z.B. großer Idealismus,
Sensibilität, unermüdlicher Arbeitseinsatz, hohes eigenes Leistungsideal
und ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsgefühl.
Wenn diese Eigenschaften wegen veränderter
Arbeitsbedingungen nicht mehr zum Tragen kommen können, wenn dem hohen
Arbeitseinsatz über lange Zeit die Anerkennung versagt wird, Erfolge
ausbleiben, führt dies
zu Verbitterung und sozialem Rückzug. Chronische Enttäuschung und
Demotivation, gefolgt von depressiven
Erschöpfungserscheinungen als Zeichen des
Burnout sind die Folge. Unbehandelt führt dieses Krankheitsbild zu
schwerwiegenden Beeinträchtigungen des familiären und beruflichen Umfeldes bis
hin zu einer chronischen Erwerbsunfähigkeit. Welche Behandlungsangebote kann die
psychosomatische Fachklinik bei Burnout bereitstellen?
Um
den negativen Kreislauf der Burnout - Folgen zu unterbrechen, ist die
Herausnahme aus dem beruflichen und häuslichen
Umfeld notwendig.
Erst
nach einer ausreichenden körperlichen
und seelischen Stabilisierung kann
eine Aufarbeitung
der - den Burnout verursachenden - beruflichen
und privaten Lebensssituation wie
auch der biografischen Prägungen erfolgen,
die eine kreative
Lebensbewältigung wieder
ermöglicht.
In
der
Abteilung Psychotherapie und Psychosomatik
der Hardtwaldklinik I steht Unsere 3-stufige Burnout-Behandlung besteht
aus:
·
Diagnostikphase
·
Behandlungsphase · Abschlussphase Ausführliche Diagnostik in der Behandlung
von Burnout
Nach
einer gründlichen Anamneseerhebung und einer eingehenden klinischen
Untersuchung unter Einbeziehung medizinischer Vorbefunde wird – ausgerichtet
auf persönliche Bedürfnisse und unter
Berücksichtigung der Therapieziele - ein individueller Therapieplan erstellt.
Bei Bedarf erfolgt eine ausführliche testpsychologische Untersuchung.
Sowohl
zu Beginn der Burnout -Behandlung als auch im Verlauf kann eine
begleitende psychopharmakologische Therapie den Heilungsprozess
unterstützen und fördern.
Ihr Einsatz erfolgt immer nach Absprache und mit Einwilligung der Patienten.
Diese
umfangreiche Anfangsdiagnostik bündelt die Aufmerksamkeit bereits auf die zu
bearbeitenden Problembereiche in der Burnout - Behandlung. Daneben finden im
Rahmen unseres ganzheitlichen Ansatzes aber auch die gesunden Anteile der Persönlichkeit
ein besonderes Augenmerk, um diese auch
als Kraftquellen für die weitere Therapie zu nutzen.
Schritte in der Behandlungsphase von Patienten mit Burnout
Sensibilisierung für die eigene Körperwahrnehmung
Erster
Schritt in der Burnout - Behandlung ist die
Wiedergewinnung der seelischen und
körperlichen Balance.
Hierzu ist
es wichtig, die eigenen „Antennen nach innen
zu richten“ und auf körperliche Signale
zu achten. Dieser Prozess wird unterstützt
durch das körpertherapeutische Angebot
der Abteilung mit sanften Entspannungsverfahren, Meditation, Körperübungen.
Ein stufenweiser Wiederaufbau der Belastbarkeit durch
moderate sportliche Betätigung trägt zur
Stärkung von
Lebensmut und Lebenswillen
bei.
Bewusstes Wahrnehmen von Belastungen und Burnout - Risiken
Hier
geht es um die aktuelle private oder berufliche Belastung und das Erstellen
einer Belastungsanalyse. Welche Belastungen führen zum Burnout? Dies kann in
unserem erlebnisorientierten Setting in Einzel- und Gruppengesprächen,
Rollenspielen, Familienaufstellungen oder Aufstellungen der Arbeitssituation
oder in kreativtherapeutischer
Arbeit geschehen. Die Gruppenwahrnehmungen helfen bei der Gewichtung der
Belastungen. Tagebucharbeit oder Protokolle unterstützen diesen Prozess. Überprüfung von eigenen Ansprüchen
Hohe Anspruchshaltung kann zum Burnout beitragen. Die eigenen Ansprüche sind meist eng verbunden mit den ursprünglichen Hoffnungen und Erwartungen, die sich an die Berufswahl oder den Familien-Wunsch geknüpft haben.
An
dieser Stelle tauchen immer auch biografische
Prägungen und Erfahrungen auf:
Grundthemen
in der Beziehungsgestaltung, die sich
hinter Persönlichkeitszügen verbergen, können gezielt bearbeitet
und im Austausch des Gruppenfeldes wie auch in Rollenspielen
können alternative Formen der
Beziehungsgestaltung erprobt
werden. Wichtige Ziele sind hierbei
die ausreichende Regulierung von Nähe und Distanz, sowie die Verbesserung der
Konfliktfähigkeit und die kritische Würdigung
der Helferrolle. Immer wieder steht dabei auch die Stärkung des Selbstwertgefühls
im Mittelpunkt. Ein zentrales Thema in der Behandlung von
Burnout: die Wiedergewinnung von Lebendigkeit und Kreativität
Besondere Bedeutung in unserer stationären Behandlung von
Menschen mit Burnout -Symptomatik kommt der Einbindung unserer überwiegend
nonverbalen Kreativtherapien in die problemorientierte Gruppen- und
Einzel-Therapie zu. Durch die nonverbalen Ausdrucksmöglichkeiten in
Kunsttherapie, Musiktherapie und körperorientierter Leib- und Bewegungstherapie
entstehen kreative Lösungsmöglichkeiten, die helfen, die eigene Problematik
aus einem neuen, unerwarteten Blickwinkel zu betrachten und dazu beitragen, das
Leben wieder aktiv zu gestalten. Abschluss- und Integrationsphase
In
dieser Phase der Burnout -Behandlung geht es um eine Integration
der bearbeiteten Problemkreise sowie der
wiedergewonnenen Ressourcen. Auf der Grundlage des erreichten Zuwachses an Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen können private und
berufliche Perspektiven geprüft werden und die Umsetzung in die häusliche
Umgebung vorbereitet werden. Haben Sie Interesse an weiteren Einzelheiten? Besuchen Sie doch unsere Homepage unter http://www.hardtwaldklinik2.de/traumatherapie/index.html oder rufen Sie uns an. Unser Sekretariat gibt Ihnen unter den Nummern 05626 - 88 17 57 bzw. 88 18 65 gerne Auskunft. B. Landgrebe
Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten steht Ihnen unser Chefarzt im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in unserer Privatambulanz.
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