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Informationen zu Krankheiten
Gedächtnisstörungen
Durch
die Gedächtnisstörungen sind die Betroffenen gefährdet durch einen
zunehmenden innerbetrieblichen Konkurrenzdruck mit Leistungsorientierung.
Personal- und betriebspsychologisch hat die Thematik von
Gedächtnisstörungen außerordentliche und zunehmende Bedeutung.
Interventionen in der gewünschten Richtung werden jedoch häufig
unkritisch eingeleitet, bzw. in fachwissenschaftlich nicht
nachvollziehbare „Konzepte“ „verpackt“, ohne Effizienz und
nachvollziehbaren Erfolg für den oder die Betroffenen.
Diagnostik,
Differentialdiagnostik und Therapie von Gedächtnisstörungen: Die klinische Erfahrung bei der Behandlung von Gedächtnisstörungen zeigt, dass die Kombination aus psychischer und physischer Belastung speziell bei Personen, die z. B. Führungsaufgaben wahrnehmen und unter entsprechendem Erwartungs- und Leistungsdruck stehen, zu Mischbildern aus psychophysisch bedingter Abnahme von Gedächtnis, Merkfähigkeit und Konzentration mit Erschöpfungszuständen und hieraus resultierender Depression führen können. Aus diesem Kreislauf entwickeln sich zunehmend Insuffizienzgefühle mit entsprechender Fehleinschätzung des objektiv durchaus noch vorhandenen Leistungsvermögens. Diskrete Gedächtnisstörungen sind im mittleren Lebensalter durchaus „normal“, werden jedoch unter den genannten Aspekten verändert erlebt und gewichtet.
Um entsprechende Probleme zu entaktualisieren, erfordern diese
Gedächtnisstörungen eine gezielte Behandlung, nach entsprechender
neuropsychologischer Diagnostik, in einem wissenschaftlich untermauerten
neurologischen und/oder psychosomatischen Therapiekonzept. Die
Vorgehensweise bei Gedächtnisstörungen im Rahmen der
neurologisch-psychosomatischen Abteilung der Hardtwaldklinik I am
„Neurologischen Zentrum Bad Zwesten“ besteht in einem nach
wissenschaftlichen Kriterien festgelegten neurologischen
Rehabilitationskonzept unter Einbeziehung psychotherapeutischer
Behandlungsformen (verbal und nonverbal).
Das
Konzept einer multimodalen Behandlung von Gedächtnisstörungen könnte in
Präventivmaßnahmen der jeweiligen Kostenträger (z.B.
Betriebskrankenkassen) eingebettet werden (Coaching), u.a. im Sinne einer
kurzfristigen stationären Intervention. Therapieangebote
bei Gedächtnisstörungen:
Neurologisch-psychiatrische
Diagnostik und Therapie
bei Gedächtnisstörungen:
Die
Klinik verfügt über sämtliche Möglichkeiten gezielter und moderner
neurologischer Diagnostik (EEG mit Langzeit-EEG, EMG/ENG, evozierte
Potentiale, Doppler- und Duplex-Sonographie, transkranielle
Magnetstimulation) in Verbindung mit neuroradiologischen Untersuchungsmöglichkeiten
(CT, MRT, DSA, Myelographie, Nativröntgen, Ultraschall).
Die
Abteilung wird von erfahrenen Nervenärzten mit den Zusatzbezeichnungen
„Psychotherapie“ und „Rehabilitationswesen“ geleitet. Der Chefarzt
ist zusätzlich „Arzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin“.
Die Verfolgung einer wissenschaftlich begründeten
neurologisch-psychiatrischen Basismedikation ist ebenso gewährleistet wie
akute Interventionsmöglichkeiten im Rahmen der Neurologischen Akutklinik
(Neurologisches Zentrum).
Neuropsychologische
Diagnostik und Therapie bei Gedächtnisstörungen: Sie basiert auf pädagogischen, psychologischen und neuropsychologischen Prinzipien und Erfahrungswerten. Die NPT-MitarbeiterInnen haben langjährige Erfahrungen in entsprechenden Therapie- und Interventionsformen bei Gedächtnisstörungen. Angeboten werden belastungsmäßig abgestufte Gruppen- und Einzelsitzungen mit speziellem Arbeitsmaterial und PC-Training. Mit Literatur- und Software-Empfehlungen wird Beratung für Selbsthilfe und Eigentraining bei angeboten.
Die
Abteilung Psychologie in der
Neurologie wird von einem Klinischen Neuropsychologen -
Dipl.Psychologe Marcus Henning (GNP) geleitet, drei weitere
Dipl. PsychologInnen verfügen über diese Zusatzbezeichnung. Die
MitarbeiterInnen haben jahrelange Erfahrungen in der Klinischen
Neuropsychologie und Psychotherapie, speziell bei Gedächtnisstörungen.
Sie
verfügen neben ihrer langjährigen klinisch-psychologischen
Erfahrungskompetenz über Zusatzausbildungen in anerkannten
psychotherapeutischen Verfahren wie tiefenpsychologisch orientierter
Gruppenpsychotherapie, Verhaltenstherapie, Gestaltpsychotherapie, und
Familientherapie.
Additiv
werden zudem gängige Entspannungsverfahren wie Autogenes Training,
Jacobson und Progressive Muskelrelaxation (PMR) angewendet, speziell
erprobt für PatientInnen mit Gedächtnisstörungen.
Physikalische
Therapie
bei
Gedächtnisstörungen:
Die
Abteilung ist direkt in das Rehabilitationskonzept eingebunden. Neben
klassischen Behandlungsformen wie Massagen, Fango und Hydrotherapie mit
Entspannungseffekten werden adjuvante Methoden wie Akupunkturmassagen, Fußreflexzonenmassagen,
Interferenzstromtherapie und Lymphdrainage angeboten (seit neuem
Laser-Behandlung in Zusammenarbeit mit der Abteilung Physiotherapie).
Physiotherapie
(Krankengymnastik)
bei Gedächtnisstörungen:
Die
Abteilung verfügt bei einem
psychosomatisch erkrankten Personenkreis über weitreichende Erfahrungen
mit Methoden wie „Rückenschule“ (ergonomische Haltungsproblematik,
Umgehen mit dem eigenen Körper), Manueller Therapie, Isometrie,
Schwimmtherapie nach Macmillan, Atem- und Entspannungsgymnastik,
Feldenkrais und Yoga.
Sport-
und Mototherapie
bei Gedächtnisstörungen: Im Breiten- und Behindertensport werden moderne Sportarten erlernt und wiederentdeckt. Die Belastung wird auf die individuelle körperliche Leistungsfähigkeit abgestimmt (Gymnastikgruppen, sportliche Spiele, Herz-Kreislauf-Training, Schwimmen). Bewegung und Sport fördern die positive Beschäftigung mit dem eigenen Körper und das Vertrauen zu ihm, hier speziell bezogen auf das vielschichtige Phänomen von Gedächtnisstörungen. In der Körper- und Bewegungsarbeit kommen sportliche, entspannende und meditative Vorgehensweisen zur Anwendung. Aus dem Sport entlehnte Techniken werden bei der Bewegung auf dem Trampolin oder im Wasser, beim Bogenschießen oder bei der Bewegungsmeditation nutzbar gemacht.
Problemstellung
bei Gedächtnisstörungen:
Es
ist dem/der „Betroffenen“ mit Gedächtnisstörungen klarzumachen, dass
er/sie „Schwierigkeiten“ in dieser Richtung entwickelt bzw. schon hat,
dass er/sie „auffällt“ im Verhalten, dem Umgang mit
ArbeitskollegInnen und Vorgesetzten, dass aber seine/ihre Gedächtnisstörungen
oder die Einschränkung der psychophysischen Leistungsbreite nicht
Ausdruck von „Alter“ und/oder „nachlassender Leistung“ mit
vielleicht „gefährlicher Situation“ im Arbeitsalltag sind, sondern
immer wieder auftretende und sich akzentuierende Fehleinschätzungen der
eigenen Leistung und besonders des Erlebens der eigenen Leistung.
Diese
Störungen, u.a. hier bezogen auf Gedächtnisstörungen, können nur einen
temporären „Krankheitswert“ haben und sind durchaus behebbar,
vorausgesetzt, auf Seiten des „Betroffenen“, des Arbeitgebers und des
Therapeuten besteht Problembewusstsein in dieser komplexen Richtung mit
dem Ziel von Akzeptanz und Klärung mittels multifokaler Therapie. Dies
schließt eine interdisziplinäre Sicht des Problemfeldes, hier besonders
bei Gedächtnisstörungen unter Einbeziehung des Arbeitgebers bei einer präventiv
und innovativ orientierten Kostenträgerschaft ein. Behandlungsmöglichkeiten:
Die Privatstation im Rahmen des Neurologischen Zentrums Bad Zwesten liegt im 7. Stock der Hardtwaldklinik I mit wunderschönem Blick auf den Kurort und den Kellerwald in Richtung Bad Wildungen (17 Zimmer, teils behindertengerecht).l Angeboten werden durchweg Einzelzimmer mit Nasszelle, TV, Telefon, Möglichkeiten von Fax- und Internetanschluss. Die PatientInnen werden persönlich von dem Ärztlichen Direktor und erfahrenen Schwestern betreut. Das therapeutische Konzept ist eingebettet in die integrative Behandlungskette des Neurologischen Zentrums mit ständiger Supervision durch den Ärztlichen Direktor.
Ihr
Prof. Dr. F. L. Welter
Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten steht Ihnen unser Chefarzt im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in unserer Privatambulanz.
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